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Bauphysik und Wirtschaftlichkeit

Wie die Beschichtung wirkt — und was sie spart

Zwei Zeichnungen beantworten die Frage. Die erste zeigt, was an der Wand passiert, die zweite, warum es passiert. Danach rechnen Sie mit denselben Kennwerten nach, was das an Ihrem Gebäude wert ist.

Die Aussage ist nicht „wärmer“, sondern „aus dem Schimmelkriterium heraus“.

Entscheidend für einen Bestandsbau ist nicht der Wohlfühlwert, sondern die Temperatur der raumseitigen Oberfläche. Liegt sie unter dem Schimmelkriterium nach DIN 4108-2, wächst Schimmel — unabhängig davon, wie gut geheizt wird. Der Schnitt zeigt beide Fälle an derselben Wand.

Bauteilschnitt einer 24 cm starken Vollziegelwand mit Temperaturverlauf ohne und mit Innenbeschichtung Waagerechter Schnitt durch die Wand, von links nach rechts: Aussenluft, 15 mm Aussenputz, 24 cm Vollziegelmauerwerk, 15 mm Innenputz, 1 mm Beschichtung (stark überhöht dargestellt), Innenluft. Die Putz- und Mauerwerksschichten sind untereinander massstäblich, nur die Beschichtung ist überhöht. Die senkrechte Achse zeigt die Temperatur von −5 °C bis 21 °C. Die gestrichelte Kurve gilt ohne Beschichtung, die durchgezogene Kurve mit Beschichtung; beide Kurven sind zusätzlich direkt beschriftet und deshalb nicht allein an der Farbe zu unterscheiden. Ohne Beschichtung fällt die Temperatur von 21 °C Raumluft auf 13,0 °C an der Innenoberfläche und liegt damit unterhalb des Schimmelkriteriums von 13,2 °C und nur 0,1 K über dem Taupunkt von 12,9 °C. Mit Beschichtung beträgt die Innenoberflächentemperatur 19,7 °C und liegt 6,5 K über dem Schimmelkriterium. Beide Oberflächentemperaturen sind am Objekt gemessen, nicht im Prüfstand unter Normbedingungen. Der Verlauf innerhalb des Bauteils ist daraus mit R_si = 0,13, R_se = 0,04 und 0,015 m²K/W je Putzschicht zurückgerechnet und an keiner Stelle gemessen; die gesamte gemessene Differenz ist dabei rechnerisch der Beschichtungsebene zugeordnet. Das bedeutet, dass die Putzfläche hinter der Beschichtung rechnerisch bei −2,1 °C statt bei 13,0 °C liegt - Tauwasser im Bauteilquerschnitt ist deshalb getrennt nach DIN 4108-3 zu bewerten und wird von dieser Zeichnung nicht beantwortet. −505101520 °C Schimmelkriterium 13,2 °C · Rechenwert nach Norm DIN 4108-2, f_Rsi = 0,7, bei −5 °C / 21 °C Taupunkt 12,9 °C · Rechenwert nach Norm bei 21 °C Raumluft und 60 % r.F. Gefahrenzone unter 13,2 °C Oberfläche unter dem Schimmelkriterium mit Beschichtung · 19,7 °C durchgezogene Kurve Feldmessung, Beleg offen ohne Beschichtung · 13,0 °C gestrichelte Kurve Feldmessung, Beleg offen Beschichtung 1 mm - überhöht dargestellt Aussenluft Aussenputz 15 mm Mauerwerk 24 cm Innenputz 15 mm Innenluft aussen −5 °C · innen 21 °C · 60 % r.F. · Wandaufbau: 24 cm Vollziegel + 15 mm Kalkzementputz
G1 - Bauteilschnitt mit Temperaturprofil. Die Aussage ist nicht "wärmer", sondern "aus dem Schimmelkriterium heraus": ohne Beschichtung liegt die Innenoberfläche mit 13,0 °C unter dem Schimmelkriterium von 13,2 °C, mit Beschichtung mit 19,7 °C deutlich darüber.
Oberflächentemperaturen 13,0 °C und 19,7 °C: Feldmessung an einem Mehrfamilienhaus in Betonskelettbauweise. Randbedingung aussen -5 °C / innen 21 °C / 60 % r.F. Gemessen am Objekt, nicht im Prüfstand unter Normbedingungen.
Taupunkt 12,9 °C und Schimmelkriterium 13,2 °C: Rechenwert nach Norm - Taupunkt nach Magnus-Formel für 21 °C und 60 % r.F., Schimmelkriterium nach DIN 4108-2 mit f_Rsi = 0,70 bei -5 °C aussen und 21 °C innen.
Alle übrigen Temperaturen im Bauteil (−2,5 / −1,6 / 12,1 °C ohne, −4,6 / −4,5 / −2,2 / −2,1 °C mit Beschichtung): Rechenwerte, aus den beiden gemessenen Oberflächentemperaturen mit R_si = 0,13, R_se = 0,04 und 0,015 m²K/W je Putzschicht zurückgerechnet. An diesen Stellen wurde nicht gemessen.
Die gemessene Differenz ist dabei vollständig der Beschichtungsebene zugeordnet - eine Modellannahme, kein Materialkennwert. Daraus folgt rechnerisch eine kältere Putzfläche hinter der Beschichtung (−2,1 statt 13,0 °C); Tauwasser im Querschnitt ist gesondert nach DIN 4108-3 zu beurteilen und wird von dieser Zeichnung nicht beantwortet.
Massstab: Putz- und Mauerwerksschichten sind untereinander massstäblich gezeichnet (1,5 Einheiten je mm). Nur die Beschichtungsdicke von 1 mm ist überhöht dargestellt, damit die Schicht sichtbar bleibt.
Werte als Tabelle
Temperaturen im Bauteilquerschnitt, Randbedingung: aussen −5 °C · innen 21 °C · 60 % r.F. · Wandaufbau: 24 cm Vollziegel + 15 mm Kalkzementputz
PositionTemperatur ohne BeschichtungTemperatur mit BeschichtungReferenzwertGrundlage
Aussenluft−5,0 °C−5,0 °Ckein Grenzwert (gesetzte Randbedingung)Gesetzte Randbedingung, keine Messung.
Aussenoberfläche (Aussenputz)−2,5 °C−4,6 °Ckein GrenzwertRechenwert – aus den beiden gemessenen Oberflächentemperaturen über die Schichtwiderstände zurückgerechnet. Keine Messung an dieser Stelle.
Übergang Aussenputz / Mauerwerk−1,6 °C−4,5 °Ckein GrenzwertRechenwert – aus den beiden gemessenen Oberflächentemperaturen über die Schichtwiderstände zurückgerechnet. Keine Messung an dieser Stelle.
Übergang Mauerwerk / Innenputz12,1 °C−2,2 °Ckein GrenzwertRechenwert – aus den beiden gemessenen Oberflächentemperaturen über die Schichtwiderstände zurückgerechnet. Keine Messung an dieser Stelle.
Raumseitige Putzfläche (unter der Beschichtung)13,0 °C (= Innenoberfläche, keine Beschichtung vorhanden)−2,1 °Ckein Grenzwert; Tauwasser im Querschnitt gesondert nach DIN 4108-3 zu prüfenRechenwert – Folge der Modellannahme, dass die gesamte gemessene Differenz der Beschichtungsebene zugeordnet wird. Keine Messung an dieser Stelle.
Innenoberfläche (raumseitig)13,0 °C19,7 °CTaupunkt 12,9 °C / Schimmelkriterium 13,2 °CFeldmessung der Oberflächentemperatur am Objekt. Grenzwerte: Rechenwert nach Norm.
Innenluft21,0 °C21,0 °Ckein Grenzwert (gesetzte Randbedingung)Gesetzte Randbedingung, keine Messung.

Der Wirkmechanismus: Strahlung statt Dicke

Eine 1 mm starke Schicht kann über ihre Dicke keine nennenswerte Dämmwirkung aufbauen. Die Wirkung läuft über den Emissionsgrad: eine Oberfläche, die weniger Wärme abstrahlt, bleibt wärmer. Das ist derselbe Low-E-Effekt wie bei einer beschichteten Isolierglasscheibe.

Strahlungsbilanz: Emissionsgrad von Standardputz und PowerSmartCoat im VergleichZwei nebeneinanderliegende Halbbilder mit je einer senkrechten Wandkante und einem Fächer aus Pfeilen, die die Wärmeabstrahlung in den Raum darstellen. Links Standardputz mit einem Emissionsgrad von rund 0,90 (Literaturwert): zehn dicke Pfeile, abgestrahlte Leistung 100 Prozent als Bezugswert. Rechts PowerSmartCoat mit einem Emissionsgrad von 0,25 : nur drei dünne Pfeile, abgestrahlte Leistung rund 28 Prozent. Die Anzahl der Pfeile kodiert die Größe der Abstrahlung. Verglichen wird bei gleicher Oberflächentemperatur; der Gesamteffekt am Bauteil hängt zusätzlich von Konvektion und Wärmeleitung ab.StandardputzEmissionsgrad rund 0,90Literaturwert für mineralischen Putz10 Pfeileabgestrahlte Leistung, relativrechnerisch, Basis: Literaturwert100 %PowerSmartCoatEmissionsgrad 0,25Systemdaten PSC 250 T3 Pfeileabgestrahlte Leistung, relativrechnerisch aus den Emissionsgradenrund 28 %Vergleich der Emissionsgrade bei gleicher Oberflächentemperatur. Der Gesamteffekt am Bauteilhängt zusätzlich von Konvektion und Wärmeleitung ab.
Abbildung G2: Strahlungsbilanz und Emissionsgrad. Verfahren: Vergleich der abgestrahlten Leistung nach Stefan-Boltzmann, die Leistung ist dem Emissionsgrad proportional. Randbedingung: gleiche Oberflächentemperatur, gleiche Fläche, gleiche Umgebung; die relative Abstrahlung ergibt sich als 0,25 geteilt durch 0,90 gleich rund 28 Prozent. Der Wert 0,90 für mineralischen Putz ist ein Literaturwert, der Wert 0,25 stammt aus unseren Systemdaten. Dargestellt ist ein Low-E-Effekt, also eine geringere Wärmeabstrahlung der Oberfläche. Er ist kein Lambdawert und ersetzt keine Dämmschicht.
Werte als Tabelle
Abgestrahlte Leistung bei gleicher Oberflächentemperatur, bezogen auf Standardputz gleich 100 Prozent.
OberflächeEmissionsgradrelative AbstrahlungGrundlage
Standardputz, mineralischrund 0,90100 %Literaturwert für mineralischen Putz
PowerSmartCoat0,25rund 28 %Systemdaten PSC 250 T

Rechenweg: relative Abstrahlung gleich Emissionsgrad geteilt durch 0,90. Die Grafik kodiert die Größe über die Anzahl der Pfeile, zehn gegenüber drei, damit der Unterschied auch bei Farbfehlsichtigkeit und im Schwarzweiß-Ausdruck zählbar bleibt. Vergleich der Emissionsgrade bei gleicher Oberflächentemperatur. Der Gesamteffekt am Bauteil hängt zusätzlich von Konvektion und Wärmeleitung ab.

Wirtschaftlichkeit

Rechnen Sie selbst nach

Die Zeichnungen oben zeigen den Effekt an einem Normbauteil. Was er an Ihrem Gebäude bedeutet, rechnen Sie hier selbst aus: nach dem Gradtagzahlverfahren, vollständig in Ihrem Browser — ohne Netzwerk, ohne Speicherung. Das Ergebnis ist eine Größenordnung für das Kundengespräch, keine Abrechnung.

Annahmen

Nettofläche der beschichteten Bauteile, ohne Fenster und Türen.

Aus dem Energieausweis oder aus dem bekannten Wandaufbau. Unbekannt? Aus drei Temperaturen schätzen.

Ihre Annahme, keine Produktzusage. Für die Beschichtung liegt kein geprüfter U-Wert-Nachweis vor. Rechnen Sie im Kundengespräch bewusst konservativ.

Arbeitspreis aus der letzten Abrechnung des Kunden.

Jahresnutzungsgrad der Wärmeerzeugung, zwischen 0,5 und 1,0.

Material und Lohn zusammen. Den Materialpreis finden Sie bei den Paketen, den Lohnanteil kalkuliert Ihr Betrieb.

Standortabhängig, in Deutschland üblicherweise 3.000 bis 4.200 Kelvintage.

Ergebnis

Ersparnis

Heizwärmebedarf vorher

Heizwärmebedarf nachher

U-Wert nachher
Heizkosten vorher
Heizkosten nachher
Investition gesamt
CO₂ eingespart
Amortisation

Ändern Sie eine Annahme, das Ergebnis rechnet sofort neu.

Verfahren: Gradtagzahlverfahren, Q = U · A · Gt · 24 / 1000. Wärmebrücken, Lüftung und solare Gewinne sind darin nicht abgebildet. CO₂ gerechnet mit 0,201 kg je kWh Erdgas. Das Ergebnis ist eine Größenordnung für das Beratungsgespräch und keine Abrechnung. Es rechnet vollständig in Ihrem Browser: keine Übertragung, keine Speicherung.

Für den ausführenden Betrieb

Technisches Merkblatt

Verarbeitung, Verbrauch, Anwendungsgrenzen, Nachbehandlung und Kennzeichnung — in der Reihenfolge, in der sie auf der Baustelle gebraucht werden.

Grundlage Alle Angaben stammen aus unserem Systemhandbuch PSC 250 T. Wo ein deklarierter Kennwert dahintersteht, ist er unter der Zeile genannt. Für Einstufung, Erste Hilfe und Entsorgung gilt zusätzlich das aktuelle Sicherheitsdatenblatt.

System
PSC 250 T — Grundierung ECB BASIC B, Funktionsschicht BUILD, Abschluss ECO OUTSIDE
Stand
Systemhandbuch Version 1.0, Ausgabe Juni 2026
Gebindekennzeichnung
Charge und Mindesthaltbarkeit stehen auf dem Etikett des gelieferten Gebindes.

Block 01 — Verarbeitung

Reihenfolge, Werkzeug und Zeiten. Alle Zeitangaben gelten für die unten in Block 03 genannten Klimabedingungen; kälter oder feuchter verlängert jede Trocknungszeit.

Untergrund
Tragfähige mineralische und poröse Untergründe: Beton, Zement, Mauerwerk, Stein, Putz, unglasierte Keramik, Gipskarton, Eternit, Betonziegel, Holz und Teerpappe — auch alter Bestand bis hin zu denkmalgeschützten Fassaden, solange er durchgehend tragfähig ist.Randbedingung: trocken, fest und tragfähig, frei von losen Teilen, Öl, Fett, Staub, Schimmel, Salz und losen Altbeschichtungen. Verfahren: Sicht- und Wischprobe auf Sandung, Kratz- und Klopfprobe auf Hohlstellen, im Zweifel Haftzug- oder Gitterschnittprüfung auf der Grundierung.
Vorbehandlung
Lose und nicht tragfähige Altbeschichtungen abtragen, Fläche reinigen, Fehlstellen schließen. Untergrundfeuchte messen: unter 4 %, bei Beton unter 2,5 %.Verfahren: Feuchtemessung mit geeignetem Messgerät; bei Zweifeln Belegreife abwarten. Randbedingung: Ausbesserungen müssen vor dem Auftrag durchgetrocknet sein.
Grundierung
PSC 250 T ECB BASIC B, gebrauchsfertig, ca. 0,1 mm. Aushärtung rund 24 Stunden, überarbeitbar nach 2 bis 3 Stunden ohne Schleifen.Randbedingung: keine Verdünnung vorgesehen; vor Gebrauch den gesamten Gebindeinhalt gründlich mischen. Die Grundierung ist Voraussetzung für die Haftung aller Folgeschichten und kann direkt auf korrodierte, aber stabile Oberflächen aufgetragen werden.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Auftragsart
Bevorzugt Airless-Spritzen. Alternativ Pinsel oder Rolle mit 8 bis 14 mm Haarlänge.Randbedingung: nur diese Auftragsarten sind freigegeben. Andere Verfahren verändern die Schichtdicke und damit die Funktion der Beschichtung.
Airless — Düsengröße
Nach Angabe des Spritzgeräteherstellers und nach Produkt zu wählen. Der Gerätefilter ist vor der Verarbeitung zu entfernen.Randbedingung: der Filter muss heraus, weil die Beschichtung Keramik-Nanosphären enthält — er würde sie zurückhalten und das Spritzbild verändern.
Airless — Spritzdruck
Höchstens 120 bar.Randbedingung: gleichmäßiger Abstand und überlappende Bahnen, damit die Schichtdicke homogen bleibt. Höherer Druck erhöht den Overspray und senkt die Schichtdicke.
Anzahl der Lagen
Drei Schichten in fester Reihenfolge: Grundierung, Funktionsschicht, Abschluss. Die Funktionsschicht wird in zwei Arbeitsgängen aufgetragen.Randbedingung: die Lagenzahl folgt aus der geforderten Trockenschichtdicke, nicht aus der Optik. Deckung ist kein Maß für Funktion.
Nassschichtdicke je Lage
Funktionsschicht 0,5 mm je Arbeitsgang. Grundierung ca. 0,1 mm, Abschlussbeschichtung 0,1 bis 0,2 mm.Randbedingung: die beiden Arbeitsgänge der Funktionsschicht ergeben zusammen 1,0 mm. Wird einer davon dünner ausgeführt, fehlt die Dicke im fertigen Aufbau.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Trockenschichtdicke gesamt
Rund 1,2 mm über alle drei Schichten: Grundierung ca. 0,1 mm, Funktionsschicht 1,0 mm, Abschluss 0,1 bis 0,2 mm.Randbedingung: gilt für den vollständigen Systemaufbau. Eine Teilausführung ist kein dünnerer Aufbau, sondern ein anderer.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Zwischentrocknung
Die nächste Lage ist möglich, sobald die Oberfläche handtrocken ist — nach etwa 2 Stunden. Bei der Funktionsschicht 4 bis 8 Stunden.Randbedingung: Überarbeitbarkeit ohne Schleifen. Die Angaben gelten für die Klimabedingungen aus Block 03; kälter oder feuchter verlängert jede Zeit.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Durchtrocknung / Belastbarkeit
Aushärtung rund 24 Stunden je Schicht, Trocknung mindestens 24 Stunden. Reifungszeit des fertigen Aufbaus 24 Stunden.Randbedingung: die frische Beschichtung ist mindestens 6 Stunden vor Regen und Frost zu schützen.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Schichtaufbau im Schnitt, schematischQuerschnitt durch den Wandaufbau. Von innen nach außen: Untergrund, Grundierung ECB BASIC B, Funktionsschicht BUILD in zwei Arbeitsgängen und Abschluss ECO OUTSIDE. Die Klammer links reicht von der Untergrundoberfläche bis zur äußeren Oberfläche und kennzeichnet damit die Trockenschichtdicke des gesamten Aufbaus einschließlich Grundierung. Die Darstellung ist nicht maßstäblich und enthält keine Messwerte.Trockenschichtdicke gesamtrund 1,2 mmAbschluss ECO OUTSIDEFunktionsschicht, Gang 2Funktionsschicht, Gang 1Grundierung ECB BASIC BUntergrund / Bauteil
Schichtaufbau im Schnitt. Die Zeichnung zeigt die Reihenfolge der Schichten, nicht ihr Größenverhältnis — die tatsächlichen Dicken stehen in der Tabelle darunter. Maßstäblich gezeichnet ist der Vergleich auf der Produktseite.
Werte als Tabelle
Schichtfolge und Schichtdicken des Systemaufbaus PSC 250 T
Pos.SchichtNassschichtdickeTrockenschichtdickeGrundlage
1Untergrund / Bauteilentfälltentfälltkein Messwert
2Grundierung ECB BASIC Bca. 0,1 mmca. 0,1 mmSystemdaten PSC 250 T
3Funktionsschicht BUILD, 1. Arbeitsgang0,5 mmzusammen 1,0 mmSystemdaten PSC 250 T
4Funktionsschicht BUILD, 2. Arbeitsgang0,5 mmzusammen 1,0 mmSystemdaten PSC 250 T
5Abschluss ECO OUTSIDE0,1 bis 0,2 mm0,1 bis 0,2 mmSystemdaten PSC 250 T
Summe Beschichtung1,2 bis 1,3 mmrund 1,2 mmSystemdaten PSC 250 T

Block 02 — Verbrauch und Ergiebigkeit

Grundlage jeder Kalkulation. Verbrauchswerte sind Richtwerte am glatten Untergrund; Struktur, Saugfähigkeit und Auftragsart verändern sie erheblich.

Verbrauch je Lage
Grundierung 100 bis 200 ml/m². Funktionsschicht 0,9 l/m² über beide Arbeitsgänge. Abschlussbeschichtung 0,18 bis 0,30 l/m² je nach Schichtdicke.Randbedingung: Richtwerte am glatten Untergrund. Struktur, Saugfähigkeit und Auftragsart verändern sie erheblich; verbindlich wird der Verbrauch an einer Musterfläche.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Verbrauch gesamt
Rund 1,2 bis 1,4 l/m² für den vollständigen Aufbau aus Grundierung, Funktionsschicht und Abschluss.Verfahren: Summe der Einzelverbräuche aus der Zeile darüber. Randbedingung: ohne Zuschlag für Verschnitt, Overspray und Anschlüsse.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Ergiebigkeit
Ein 18-Liter-Gebinde Funktionsschicht deckt rund 20 m² ab. Grundierung rund 90 bis 180 m², Abschlussbeschichtung rund 60 bis 100 m² je Gebinde.Verfahren: Gebindeinhalt geteilt durch den Verbrauch je Quadratmeter. Randbedingung: der objektbezogene Verbrauch ist an einer Probefläche zu ermitteln.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Gebindegrößen
18 Liter. Grundierung 16,2 kg, Funktionsschicht 9,36 kg, Abschlussbeschichtung 16,2 kg je Gebinde.Randbedingung: Chargennummer je Gebinde notieren; bei mehreren Chargen auf einer Fläche vorher mischen (boxen).Grundlage: Systemdaten PSC 250 T

Block 03 — Anwendungsgrenzen

Die Grenzen entscheiden über Haftung und Filmbildung. Wird eine davon unterschritten, ist das Ergebnis nicht nachbesserungsfähig, sondern neu aufzubauen.

Verarbeitungstemperatur Luft
+5 °C bis +30 °C.Randbedingung: unterhalb von +5 °C bildet sich kein durchgehender Film, oberhalb von +30 °C trocknet die Oberfläche schneller als die Tiefe.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Temperatur Untergrund
+5 °C bis +30 °C. Die Grundierung verträgt bis +45 °C Oberflächentemperatur.Randbedingung: nicht auf direkt besonntem Untergrund über +30 °C arbeiten, auch wenn die Lufttemperatur im Bereich liegt.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Relative Luftfeuchte
Unter 80 %.Randbedingung: darüber verzögert sich die Filmbildung so weit, dass die Zwischentrocknungszeiten nicht mehr gelten.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Taupunktabstand
Nicht gesondert deklariert. Maßgeblich sind Untergrundfeuchte unter 4 % (Beton unter 2,5 %) und relative Luftfeuchte unter 80 %.Randbedingung: das Handbuch führt den Taupunktabstand nicht als eigenen Grenzwert. Wer nach der üblichen 3-Kelvin-Regel arbeitet, liegt innerhalb der genannten Grenzen.
Nicht geeignete Untergründe
PE, HDPE, PP, PTFE und andere Kunststoffe. Nicht tragfähige oder lose Altbeschichtungen. Direkt besonnte Flächen über +30 °C.Randbedingung: nicht bei zu erwartendem Regen oder Frost verarbeiten; die frische Beschichtung mindestens 6 Stunden davor schützen.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Probefläche / Vorabmuster
Vor Ausführung an einer objekteigenen Probefläche prüfen.Verfahren: Musterfläche im Originaluntergrund, gleiche Auftragsart, gleiche Lagenzahl. Randbedingung: Haftung, Optik und tatsächlicher Verbrauch werden am Objekt bestimmt, nicht aus dem Datenblatt.Grundlage: Verfahrenshinweis

Block 04 — Nachbehandlung, Lagerung, Entsorgung

Was nach dem letzten Zug gilt: Überarbeitbarkeit, Werkzeug, Restmengen und Gebinde.

Überstreichbarkeit
Innerhalb des Systems ohne Schleifen: Grundierung nach 2 bis 3 Stunden, Funktionsschicht nach 4 bis 8 Stunden, Abschluss nach 2 bis 3 Stunden. Die Abschlussbeschichtung ist in den Versionen COLOR und SPECIAL COLOR in RAL-Tönen einfärbbar.Randbedingung: Fremdbeschichtungen auf dem fertigen Aufbau sind nicht freigegeben — sie verändern Emissionsgrad und Dampfdurchlässigkeit und damit die Funktion.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Reinigung der Werkzeuge
Mit Wasser, unmittelbar nach Gebrauch.Randbedingung: die Produkte sind wasserverdünnbar; eingetrocknetes Material lässt sich nur schwer entfernen.
Lagerung und Haltbarkeit
24 Monate im ungeöffneten Originalgebinde. Lagerung und Transport frostfrei bei +5 °C bis +30 °C, vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt.Randbedingung: angebrochene Gebinde sind zeitnah aufzubrauchen; das Datum auf dem Gebinde gilt für ungeöffnete Ware.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T
Entsorgung
Restentleerte Gebinde der Wertstoffsammlung zuführen. Flüssige Reste gehören nicht in die Kanalisation, sondern eingetrocknet oder als Sonderabfall auf den kommunalen Wertstoffhof.Verfahren: den produktbezogenen Abfallschlüssel nach Abfallverzeichnis-Verordnung finden Sie in Abschnitt 13 des Sicherheitsdatenblatts. Er gilt produktbezogen und nicht pauschal für alle Beschichtungsstoffe.

Block 05 — Sicherheit und Kennzeichnung

Dieser Abschnitt ersetzt kein Sicherheitsdatenblatt. Für Einstufung, Erste-Hilfe- und Entsorgungshinweise gilt ausschließlich das jeweils aktuelle Sicherheitsdatenblatt.

Sicherheitsdatenblatt
Wir liefern das Sicherheitsdatenblatt nach Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH), Anhang II, in der jeweils gültigen Fassung mit. Auf Anfrage erhalten Sie es vorab.Randbedingung: das SDB muss vor der ersten Verarbeitung im Betrieb vorliegen und in die Gefährdungsbeurteilung eingehen.
Gefahrstoffkennzeichnung
Einstufung und Kennzeichnung richten sich nach der CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008. Piktogramme, Signalwort sowie H- und P-Sätze stehen auf dem Etikett des gelieferten Gebindes und in Abschnitt 2 des Sicherheitsdatenblatts.Randbedingung: maßgeblich ist immer das Etikett des tatsächlich gelieferten Gebindes.
Persönliche Schutzausrüstung
Schutzbrille, Handschuhe und Schutzkleidung. Beim Sprühen und in engen Räumen zusätzlich Atemschutz, dazu ausreichende Belüftung und Absaugung des Sprühnebels.Randbedingung: bei Spritzapplikation und bei Arbeiten in geschlossenen Räumen gelten andere Anforderungen als beim Rollen. Handschuhmaterial und Durchbruchzeit sind aus Abschnitt 8 des SDB zu übernehmen.
VOC-Angabe
9,1 g/l für die Funktionsschicht, gemessen nach PN-EN ISO 11890-1. Der Systemwert liegt bei höchstens 10 g/l.Verfahren: Kennzeichnung nach ChemVOCFarbV (Umsetzung der Richtlinie 2004/42/EG), Angabe von Kategorie, Grenzwert und tatsächlichem Gehalt.Grundlage: Systemdaten PSC 250 T